Die Reise Mit Herrn Severin
Herr Severin hatte inzwischen still den schwarzen Kasten in sein Turmzimmer hinaufgetragen, und oben hatte er Kasperle herausgelassen. Ganz verstriezelt sah der sich um, und Herr Severin hatte ein wenig gelacht und gesagt: „Kasperle, du kleiner dummer Schelm, diesmal wärst du beinahe erwischt worden!“
Ach ja, wirklich beinahe! Kasperle schlug das Herz laut, wenn er an das Gelärme dachte, das sich um ihn herum erhoben hatte.
Nach einer Stunde kam Meister Helmer. Der freute sich herzhaft, als er Kasperle unversehrt wiedersah, und er hätte ihn gern wieder zu sich genommen, aber er stimmte doch Herrn Severin zu, als der sagte: „Kasperle muß fort. Morgen reise ich und nehme ihn mit im schwarzen Kasten. Und nun, Kasperle, spitze deine Ohren: es geht zurück ins Waldhaus. Ich weiß nun, wo es liegt, aber —“
Kasperle hatte gerade vor Freude einen Purzelbaum schlagen wollen, als dies „Aber“ ihn zurückhielt. Ein wenig ängstlich sah er Herrn Severin an, und der sagte ernsthaft: „Ja aber, Kasperle, du mußt arg vernünftig sein, denn wir kommen an allerlei Orte, wo man dich kennt. In Waldrast soll ich nach der Orgel schauen, und — auf Schloß Hirschsprung erwartet mich der Herzog. Da mußt du dann immer im Kasten bleiben und darfst keine dummen Streiche machen. Wirst du das können?“
Kasperle seufzte schwer, doch dann versicherte er treuherzig, er wolle ganz ungeheuer folgsam sein. Ja, und