Chapter

In Der Haubenschachtel

Es blitzte, donnerte und regnete arg an diesem Nachmittag, und es schien gar nicht aufhören zu wollen. Bum, bum, krach! ging das immerzu. Mal tat es so, als wollte es besser werden, aber gleich donnerte und blitzte es wieder heftig, und der Herzog gab die Weiterreise schließlich auf. Er hatte die Prinzessin Gundolfine noch nach ihrem Schloß Burggrün bringen wollen, aber da sich auch die Prinzessin schrecklich fürchtete, blieben alle beide in Dingelhausen, und alle beide blieben sie gleich im Bette liegen. Und weil die Begleiter des Herzogs und die Hofdamen der Prinzessin nichts anzufangen wußten und alle müde waren, gingen sie auch in das Bett. Bald lag das kleine Schloß dunkel da, der Pächter, seine Frau, seine Leute, alle schliefen, und alle hörten nur noch, wie der Regen nachließ. Das Wetter zog vorbei. Allmählich kamen die Sterne am Himmel zum Vorschein und der Mond, der nun schon ein recht schiefes Gesicht hatte, kam auch, um zu sehen, was tagsüber geschehen war. Im Wagenschuppen, wo der Gepäckwagen stand, war es ganz dunkel, aber der Mond fand doch einen Spalt, schaute durch den hinein, Kasperle gerade ins Gesicht. Daran wachte Kasperle nun freilich nicht auf, sondern von einem heftigen Gerumpel in seinem Mäglein. Er hatte Hunger. Als Kasperle die Augen aufschlug, wußte er erst nicht, wo er sich befand. Auch daß er Hunger hatte, kam ihm nicht zum Bewußtsein; nur daß da

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