Erstes Kapitel.
Das sind die Fälle von Trollhätta. – Sie rauschen seit tausend, tausend Jahren, ehe ein Ohr da war, sie zu vernehmen. Weit über die Felsen sprühen sie ihren silbernen Staub, darauf die Sonnenlichter in freudigen Farben glänzen und gleißen. Drunten aber unter dem blendenden majestätischen Schleier wogen und wallen die stürzenden, stürmischen Wasser. Das sind die Fälle von Trollhätta. Sie überrauschen Tage und Jahrhunderte. Der Knabe, der an ihnen spielt, wird zum Manne und sein Haar bleicht. Und wenn er zum letzten Male am Stabe zu ihnen hinaus wankt, sind sie wie am Tage, da er sie zum ersten Male sah, von Blumen umrandet wie der Frühling, und silberweiß wie der Winter. – Es ist gut sitzen am Rande des Trollhätta für den, der etwas vergessen will, das die fallenden Wasser überhallen. Sie kommen daher wie die Schicksale der Menschen, friedlich, durchsichtig, und küssen die nickenden Gräser, die sich auf sie herabneigen. Dann ein kleiner Wirbel und ein schnelleres Rauschen, unmerklich, ahnungslos – doch die Stille, die Klarheit sind dahin und kehren nicht wieder. Geschwinder schießen sie fort – immer hastiger getrieben, unaufhaltsamer und unabwendbarer, dann plötzlich stürzen sie tosend in die verschlingende Tiefe hinab. Als die ersten menschlichen Gestalten, mit der Feuerstein-Lanze das Rennthier verfolgend, durch die Wälder des Südens daher kamen, plattgesichtig mit weit