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Oktober 1920

Oktober 1920. An die Friends' Relief Mission (Englisch-Amerikanische Hilfsmission der Gesellschaft der Freunde) Wien, I. Singerstraße 16 Ew. Wohlgeb. Sie teilen dem Herausgeber der Fackel mit, Ihre Mission beziehe viele Spenden »von ärmeren Leuten in England und Amerika, das heißt von denjenigen, die einen sozialen Sinn haben«, und viele von diesen sagten jetzt, »sie würden schon gerne weiter mithelfen, wenn Österreich auch etwas tut, um sich selbst zu helfen«. Daran knüpfen Sie die einigermaßen rhetorische Frage: »Was tun eigentlich die Wiener und Wienerinnen für ihre eigenen Kinder?«, und sind, um doch eine Antwort darauf zu finden, entschlossen, eine Sammelwoche in Wien zu veranstalten und den Ihrem Brief beigelegten Aufruf in allen Cafés, Restaurants, Theatern usw. zu verbreiten. Auch die Presse habe schon versprochen, »recht viel über die Sache zu veröffentlichen«, also von dem kostbaren Raum, der der Förderung von Nachtlokalen gewidmet ist, einiges zu opfern. »Nun ist uns«, so schließen Sie, »gesagt worden, daß so etwas unbedingt nicht ohne den Beifall des Fackel-Kraus gemacht werden könne, und so schreibe ich Ihnen hiemit, um zu wissen, ob ich vielleicht doch durch die eiserne Wand durchdringen könnte, die Sie zu umhüllen scheint, und mit Ihnen die ganze Sache besprechen«. Die Besprechung ist aus dem Grunde überflüssig, weil wir Ihnen auf diesem Wege mitteilen können,

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