Prolog - Der Aufzug der Romanze
Der Aufzug der Romanze. Personen. Trompeten. Eine Schaar von Kriegern zieht durch den Wald. Chor. Auf tapfere Mannen Und folgt dem Getön! Es führen uns schön Trommeten von dannen. Die Fahnen im Winde Rothglühend vorauf, Das Echo im Walde – Der Frühling gelinde – Das Herz geht uns auf Im Walde. Ein Ritter. Wie froh der Busen schlägt, Wie frei das Herz sich regt, Wenn es den Panzer spürt. Die goldne Sonne scheint: Wolan, wo bist du Feind? Hörst du die Jubelklänge? Siehst du die frohe Menge Entgegen dir geführt, Die ziehend mit Gepränge Dich Flüchtgen einholt balde Im Walde? (ziehn vorüber.) Ein Zug von Schäfern und Schäferinnen, tanzend und singend, mit Flöten und Schalmeien. Schäfer. Die Mailust ist begonnen, Der Baum hat seine Grüne, Die Blätter schon gewonnen. Wie seufzten alle Knaben: O daß der Mai erschiene, Daß wir die goldnen Gaben Bald möchten wieder haben! Komm wieder Sonnenschein, Fließt wieder Bäche munter Den grünen Plan hinunter, Singt wieder Vögelein Im Walde. Schäferinnen. Und seht, er ist gekommen, Das goldne Kind, der Mai, Ist alles angeglommen, Das Eis ist weggenommen, Die Fluren sind so neu. Er bringt uns alles wieder, Schon tönen Frühlingslieder, Die kühlen Bächlein rauschen Vom Hügel hergeschwommen, Die Vöglein alle tauschen Die tausend Melodien, Die goldnen Blümlein blühen Im Walde. Vereinigtes Chor. Der Winter floh, ein Schatten, Und ließ die Erde los, Nun