Der Kabriolett-Kutscher
Ich weiß nicht, ob unter Denen, die diese wenigen Zeilen lesen werden, schon Jemanden eingefallen ist, auf den Unterschied zwischen einem Kabriolett-Kutscher und einem Fiaker zu merken. Der Letztere ist grämlich, unbeweglich und kalt, und erträgt die Unregelmäßigkeiten der Temperatur mit dem Gleichmut eines Stoikers; vereinzelt auf seinem Bock, ist er mitten in der Gesellschaft ohne eigentliche Berührung mit ihr; als einzige Zerstreuung erlaubt er sich nur hie und da einen Peitschenhieb nach seinem vorüberfahrenden Kameraden; er weiß von keiner Liebe zu den zwei magern Mähren, die er führt; ist unfreundlich gegen die Unglücklichen, die er weiter fördert, und nur bei den klassischen Worten: »Im Schritt, und immer gerade aus,« würdigt er sie eines verzerrten Lächelns. Im Übrigen ist er ein ziemlicher Egoist, sehr zänkisch, trägt glatt geschorene Haare und schwört bei Gott. Ein ganz anderes Wesen ist der Kabriolett-Kutscher. Er muss sehr schlechter Laune sein, wenn sein Gesicht nicht bei den Gefälligkeiten sich entrunzelt, die er Euch erweist, bei dem Stroh, das er Euch unter die Füße schiebt, bei der Decke, deren er sich beraubt, wenn es regnet oder hagelt, um Euch gegen die Nässe oder den Frost zu schützen; man muss mit ziemlich hartnäckiger Stummheit geschlagen sein, um stillzuschweigen bei den tausend Fragen, die er an Euch macht, bei den Ausrufungen, die ihm entschlüpfen, bei