Chapter

Erstes Kapitel

Unter der ruhigen Oberfläche, welche das Leben im Hause von Joshua Haggard trug, barg sich viel Schmerz, Angst, Sorge und Erregung. Naomi hatte den furchtbaren Ausdruck, welchen sie an jenem Nachmittage im Walde im Gesichte ihres Vaters gesehen, nicht vergessen. Er verfolgte sie wohin sie ging, im Wachen wie im Träumen. Seine eigentliche Bedeutung kannte sie nicht oder wagte vielmehr nicht, ihrer Befürchtung darüber selbst in ihren eigenen Gedanken eine bestimmte Form zu geben, aber daß irgend ein Unheil geschehen war, ein Unheil, das Oswald Pentreath betraf und ihres Vaters Seele belastete, daran konnte sie nicht zweifeln. Hätte sie nur Gewißheit darüber zu erlangen vermocht, daß Oswald Pentreath die in jenem verhängnißvollen Briefe an Cynthia ausgesprochene Absicht ausgeführt habe und wirklich abgereist sei, so würde sie dadurch verhaltnißmäßig beruhigt und beglückt worden sein, aber sie konnte nichts darauf Bezügliches in Erfahrung bringen. Sie wußte weder ob er nach Amerika gegangen war, noch ob er Combhaven überhaupt verlassen hatte. Vielleicht wäre Cynthia im Stande gewesen, sie darüber aufzuklären und ihr somit die große Angst von der Seele zu nehmen, aber sie konnte sich nicht so weit erniedrigen, Erkundigungen nach ihrem ehemaligen Verlobten bei der Frau einzuziehen, um derentwillen er sie verlassen hatte. Und wußte Cynthia selbst etwas Bestimmtes, so mußte das ja in

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