Widmung und Vorwort
Meiner Tochter Dana gewidmet. (1911) Euch, ihr Backfische, schenk ich dieses Buch. In Dankbarkeit. Euch, der liebsten Erinnerung an meine jungen Tage. Ihr geht an meinen Fenstern vorüber – mit pendelnden Zöpfen – sittsam und scheinheilig-stumm – oder schnatternd und lachend. Wie ihr schnattern könnt! – Und lachen! Wie der blaue Himmel, ohne Grund – nur weil ihr hübsch seid, weil die Sonne scheint und eine heitre Ewigkeit vor euch steht. Ihr werdet auch die Trösterinnen meines Alters sein. Dir, meine Tochter Dana, widme ich das Buch – heut schon zum Dank für die Versprechungen, die in dir schlummern. Wenn du aber einmal lesen kannst, wirst du mich fragen wollen: »Ist all das denn wahr, was hier geschrieben steht? Ist Tante Maria, ist Onkel Artur wirklich so unartig gewesen?« Und niemand wird die Antwort geben können – denn ich bin vielleicht schon tot. Höre, Dana: Tante Maria war immer ein gutes Mädchen. Gehorsam, bescheiden, adrett; gefällig, fleißig, honett; geduldig, höflich, genügsam; gottesfürchtig und schmiegsam. Nur unter dem bösen Einfluß eines bösen Vetters hat sie sich – hie und da – hinreißen lassen, Taten zu vollführen, die sie heute sicherlich selber tief bereut. Und Onkel Artur? Gott hat ihn gestraft – Onkel Artur hat elf Jahre bei den Soldaten in Essegg dienen müssen. Nie wirst du begreifen, was das heißt. Was aber auch geschehen ist – geschehen ist es auf der