Chapter

Erster Akt

(Zimmer im Hause Tobaldis.) Erste Szene. Tobaldi und Valentino. Tobaldi. Nun? Immer noch keine Spur? Valentino. Es ist unbegreiflich, wo das Fräulein – Tobaldi. Wer spricht vom Fräulein? Kannst du es denn nicht behalten, einfältiger Mensch, daß meine Tochter krank zu Bette liegt und dem Tode nahe ist? Daß – Valentino. Daß sie keine ihrer Gespielinnen sehen kann, weil die geringste Erschütterung die fürchterlichsten Folgen haben würde, daß – – und so weiter, o ich habe nichts vergessen, und weiß, was ich zu antworten habe, wenn ich über die Straße gehe und gefragt werde. Aber ich dächte, hier, unter uns, mit Ihnen allein – Tobaldi. Und ich sage dir: Nein und noch einmal nein! Du sprichst mit mir, wie mit anderen, dann macht es nichts, wenn du einmal mit anderen sprichst, wie mit mir! – Also vom Papagei keine Spur? Valentino. Nein! Tobaldi. Das Schicksal trifft mich zu hart! Die Tochter heute und der Papagei morgen – es ist zu viel für einen Mann! Du hast bekannt gemacht, daß demjenigen, der mir den Vogel wiederbringt, eine Belohnung von zehn Dukaten gewiß ist? Valentino. Bist jetzt nicht! Tobaldi. Und warum nicht? Valentino. Mir deucht, der Schmerz eines Vaters um die Tochter, und also auch die Krankheit der Tochter könnte verdächtig werden, wenn der Vater so viel Angst um einen entflogenen Papagei an den Tag legte! Tobaldi. Esel, du solltest ausbringen, daß die Kranke in ihren

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