Widmung
Diese geräuschlosen, aber ehrlich und herzlich gemeinten Kapitel sind dir, warme Erde meiner Jugend, liebes Voralpenland Obwalden geweiht. Es bedarf keiner Entschuldigung, weil ich, weder General, noch Diplomat, noch sonst eine hochbeschrieene Person, dennoch aus tausend gewöhnlichen Leben eines, das meinige, erzähle. Denn das gewöhnliche Leben ist das wahrhaftigste Leben, da es fern von Schein und Seltsamkeit wirklich nur Wirklichkeit geben kann. Die Ungewöhnlichen, so grosse Spuren sie hinterlassen, haben am Ende doch – wenigstens im literarischen Sinne – mehr für das Archiv, das Museum, die Schulbank und den Spiegelsaal der Geschichte gelebt. Wo sie fürs Leben leben, sind sie gleich uns schöne liebe Gewöhnlichkeit, hassen und verehren, trotzen und sorgen und lachen reicher wohl, echter nicht als wir. Ob einer Dörfler oder Grossstädter, Klausner oder Weltflieger, Minister oder Briefträger ist, was verschlägt das, wenn er nur auch wahrer Mensch ist, dessen grosse und kleine Leidenschaften im Puls der Menschheit mitklopfen, im Nerv der Menschheit mitbeben. Ja, wenn er nur recht persönlich und treu seinen Kram auspackt, findet er immer Kunden, wirkt nie zu neu und nie zu alt und so wenig verbraucht als unser tausendmal erlebter stiller Mond am Himmel. Wer aber das nicht gelten lässt, dem halte ich dich vor, liebe Heimat. Ich bin nur ein Würmlein in deinem Boden. Wie könnte von