Erstes Bild
Erstes Bild Regierungssitz des Bürger-Präsidenten Don Benito Juarez zu Chihuahua im Norden Mexikos. Ein kahles und ziemlich verfallenes Amtslokal, das noch aus der Zeit der spanischen Herrschaft stammt. Tiefe und hohe Rundbogenfenster im Hintergrund. Die zerbrochenen Scheiben sind mit Papier verklebt, die Wände mit Anschlägen, Manifesten, Erlässen behängt, die immer mit dem groß gedruckten Aufruf schließen: »Es lebe die rechtmäßige Republik«. Links eine Tür, die durch flüchtig angebrachte Matratzen gepolstert ist. Rechts die große Ausgangstür. Zum Licht gerückt ein Beamtenschreibtisch, an dem der Sekretär des Präsidenten, Lizentiat Elizea, arbeitet. Auf der Holzbank für wartende Parteien hockt die unbeweglich starrende Figur des Stadtverordneten von Chihuahua. Mister Clark, der Kriegskorrespondent des »New York Herald«, geht mit großen, selbstbewußten Schritten hin und her. Clark: Donnerwetter, Herr! Der hochverehrte Señor Benito Juarez scheint ein Abstraktum zu sein. Elizea zuckt die Achseln, um anzudeuten, daß er nicht helfen könne. Clark er hat eine rasche, scharfe Art zu reden: Ich habe die eindringlichsten Empfehlungen aus Washington. Von unserem Staatssekretär Seward und von Ihrem Gesandten Romero. So gut rekommandiert zu arbeiten, ist für einen ehrlichen Reporter mit fünfzehn Dienstjahren eine Schande. Wo bleiben da die Schwierigkeiten, dacht ich mir. Wohl bekomm's! Seit