Erstes Kapitel
Mitsommer war gekommen und vergangen und es war wieder schwüles Augustwetter wie im vorigen Jahre, als der Delphin unterging. Im Hause des Predigers ging das Leben seinen gewohnten Gang, ein Tag sah seinem ins Meer der Zeit versunkenen Bruder so ähnlich, wie ein Ei dem andern. In Folge seiner Unterredung mit Nicholas Wild hatte Joshua auf Oswald und Naomi ein etwas wachsameres Auge gehabt, da er aber in ihrem Betragen gegeneinander nichts gefunden, was die Grenzen der Freundschaft überschritt, so hatte er sich nicht bewogen gefühlt, in irgend einer Weise einzuschreiten. Er war bereit zu sprechen und zu handeln, wenn es an der Zeit sein würde, nach seiner Ansicht war dies aber noch nicht der Fall. Er hatte durchaus nicht Lust, seine Tochter einem Manne, sei er was er wolle, anzubieten, jeder Versuch von seiner Seite, Oswald zum Sprechen zu bringen, wäre aber gleichbedeutend damit gewesen. Er empfand ein herzliches Wohlwollen für Oswald Pentreath und hatte Vertrauen zu den Grundsätzen und der Ehrenhaftigkeit des jungen Mannes. Das Leben eines Mannes, der an einem Orte wie Combhaven wohnt, liegt ziemlich offen für Jedermanns Inspektion und bis jetzt hatte noch Keiner auftreten können und Oswald eines Unrechtes zeihen. Sein Stolz und sein angeblicher Geiz waren scharf genug gerade von Denjenigen kritisiert worden, die ihn am wenigsten kannten und das Ideal eines Squires in einem