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Essays Teil 1

VORWORT Die erste Ausgabe der Werke Joseph Roths (1956) ist langst zu einem gesuchten Objekt von Sammlern und Spezialisten geworden, die zweite (1975/76) war rascher vergriffen als erwartet. Gelohnt hatten sich also die Anstrengungen des Verlages und des Herausgebers, Hermann Kesten, dem die beiden Nachfolger in der Roth-Edition an die-ser Stelle ausdriickHch ihren Respekt bekunden mochten - mit Dank fiir die unentwegte Propagierung des Autors. Natiirhch ist auch ein halbes Jahrhundert nach Roths Tod der Ge-denkanlafi ein pragnanter Zeitpunkt, mit der Pubhkation einer dritten Sammlung seiner journalistischen und dichterischen Arbeiten zu be-ginnen. Ihr Umfang reicht betrachthch iiber den Bestand der zweiten Werk-Edition (4 Bande) hinaus, mit der nach den Forschungen Inge-borg Siihemeyers und Wolf R. Marchands schon deutlich wurde: Der grofie Romancier Joseph Roth war zeit seines Lebens auch Journahst. Und wer, neugierig geworden, in den alten Zeitungen der Jahre zwi-schen den Weltkriegen blatterte, der konnte weitere »unbekannte« Texte finden, konnte feststellen, wie produktiv und engagiert der Journalist Roth war und wie interessant seine Artikel noch heute sind. Eine Auswahl dieser neugefundenen Arbeiten setzte auch Akzente fiir den politischen Journahsten (Joseph Roth, Berliner Saisonbericht. Unbekannte Reportagen und journaHstische Arbeiten 1920-1939. Herausgegeben und mit

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