Johnny und die schöne Dame
Johnny war eine Waise, aber er war doch ein sehr glücklicher und zufriedener Kerl, denn er hatte seine Großmama, die ihn lieb hatte und für ihn sorgte, und dann hatte er nach Sloopy und die »Aufsichtskinder« zum Spielen. Was also konnte sich ein kleiner Junge auf Gottes weiter Welt noch Schöneres wünschen! Es wollte ihm niemals so recht in seinen Lockenkopf hinein, daß Großmama schwer arbeiten mußte, um die einfache Nahrung zu beschaffen — das einzige, was sie ihm zu bieten vermochte. Denn Johnny war noch ein sehr kleinen Kind und Großmama eine sehr alte, alte Frau, die nur noch einen recht kargen Lohn verdienen konnte Sie besaß eine Waschmangel, die der Knabe mit dem Namen Sloopy für sie drehte, und außerdem sorgte sie tagsüber für zwei kleine Kinder, derweil deren Mütter außerhalb bei der Arbeit waren. Diese Kinder nannte sie die »Aufsichtskinder«, weil sie nämlich für ihre Beaufsichtigung wöchentlich vier Nickel erhielt. — Johnny war seiner Großmutter Augapfel als sie aber erfuhr, daß eine reiche Dame, die Frau Boffin hieß und selbst keine Kinder hatte, eine Waise in Johnnys Alter für eigen anzunehmen wünschte, da dachte sie an all die herrlichen Dinge, die seiner vielleicht noch warteten und sie brachte den Schmerz und die Traurigkeit in ihrem tapferen Herzen zum Schweigen und erklärte sich zu seinem eigenen Besten bereit, ihn wegzugeben. Und so erschien denn Frau Boffin,