John Nicholson, der Pechvogel
John Varey Nicholson war dumm; indessen spreizen Dümmere als er sich jetzt im Parlament und preisen sich selber als die Urheber ihrer Auszeichnung. Er hatte schon als Knabe eine Anlage gehabt fett zu werden, und neigte dazu, die Oberfläche des Lebens lustig und leicht zu nehmen; und vielleicht war diese Geistesanlage die erste Ursache seiner Mißgeschicke. Abgesehen von dieser Andeutung, schweigt die Philosophie über seinen Lebenslauf, und der Aberglaube tritt auf mit der bequemeren Erklärung, daß die Götter ihn nicht lieb hatten. Sein Vater – dieser eisenfeste alte Herr – hatte sich schon vor langer Zeit auf den hohen Thron der »Disruption Principles« gesetzt. Was das für Prinzipien sind – und trotz ihrem grimmigen Namen sind es ganz unschuldige Prinzipien – das würde keine noch so wortreiche Erklärung dem gewöhnlichen englischen Durchschnittsverstand begreiflich machen; aber für einen Schotten erweisen sie sich oft als salbungsvoll nahrhaft, und Herr Nicholson fand in ihnen die Milch der Löwen. Um die Zeit, wenn die Kirchenvorsteher in Edinburgh zu ihren Jahresversammlungen sich treffen, sah man ihn in Gesellschaft verschiedener Geistlicher mit roten Köpfen den »Hügel« herabsteigen: Sie sehr wortreich, er nur orakelhafte Kopfbewegungen, kurze Verneigungen und das strenge Schauspiel seiner vorgestreckten Oberlippe zu der Unterhaltung beitragend. Die Namen Candlish und Begg