Chapter

Erstes Kapitel. Die Schlumpske-"Astmostfähre."

Herr Joel Albert Emil Schlumpske holte weit aus und brachte dann seine fettgepolsterte Rechte mit der linken Backe - Gesichtsbacke - seiner Jüngsten in innigste, nachdrücklichste Berührung. „Ich werd'Dir zeigen, frech zu Dei'n 'Vater zu sind, Du kleene Karnallje!“ sagte er dabei seelenruhig. Denn Joel Schlumpske regte sich prinzipiell nie und über nichts auf. Was er tat, das tat er mit der abgeklärten Bierruhe des erprobten Lebenskämpfers. Und - das war er, ein richtiger Lebenskämpfer. Wenigstens seit vier Jahren, seit Anno 1916, als er die kleine Vorkosthandlung in der Borsigstraße aufgegeben und sich mit anderen Dingen sehr intensiv beschäftigt hatte. - Sie ahnen schon: Joel Schlumpske ist Schieber. Nein, das stimmt nicht ganz: er war es! Er hatte jetzt im Frühjahr des Unheils 1920 endgültig mit allen fragwürdigen Geschäften Schluß gemacht. Nicht etwa aus moralischen Bedenken. Nein, mit solchem Ballast hatte Joel Schlumpske seine Seele nie beladen. Schon damals nicht, als er in der Borsigstraße mit der blauen Leinenschürze vor dem dicken Bauche Radieschen und Stiefelwichse, Spargel und Putzpomade verkaufte. Er war auch als Vorkosthändler vielseitig gewesen. Nein: Joel Schlumpske hatte am 1. März 1920 so viel zusammengeschoben, daß er nun Schluß machen konnte. Runde zehn Millionen besaß er. Außerdem eine Frau namens Auguste, geborene Piepengeil, und einen Sohn und eine

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