Chapter

1. Batavia und sein erster Eindruck.

Freitag den 7. Nov. (1851) hatten wir endlich nach langer, durch die ewigen Windstillen wahrhaft verzweifelter Fahrt, Java's Höhe erreicht, und segelten nun mit günstiger Brise in die Sunda-Straße ein, die durch Java und Sumatra gebildet wird. O, wie wohl das schattige Grün der javanischen Küste, an der wir dicht vorbeihielten, dem Auge that; endlich einmal wieder Leben außer uns, endlich wieder einmal die Zeichen einer schaffenden, treibenden Menschenwelt. Ueber die stille Bay glitten die wunderlichen Prauen der Eingeborenen, mit ihren eigenthümlich gestellten Mattensegeln und scharf aufgebogenen Schnäbeln. Ein- und ausgehende Schiffe mit wehenden Flaggen zeigten sich da und dort in der Ferne, und eine Schaar munterer Tümmler, die nicht weit von uns ihre wilde Jagd durch die klare Fluth verfolgte, und manchmal mit dem ganzen glatten Körper übers Wasser schnellten, schien sich ordentlich darüber zu freuen baß wir endlich angekommen seyen, und begleiteten uns eine ganze Strecke Wegs – ohne jedoch ihre Freundschaft so weit auszudehnen daß sie in Harpunenwurfs-Nähe zum Schiff herangekommen wären. So knapp waren wir – durch die ewig lange Windstille, und dadurch daß wir nicht ein einzigesmal einen ordentlichen Regen gehabt – mit Wasser geworden, daß der Capitän beabsichtigt hatte die Küste, Meeuven Island gegenüber, um Wasser anzulaufen; da aber die Brise so frisch und günstig

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