Februar Eis Auf Der Pritsche
Der Februar beginnt mit einem Lastwagen,
der in der Kurve nach Hof ins Rutschen kommt.
Auf der Pritsche: Schlachtabfälle,
festgefroren in Kisten,
bestimmt für die Tierkörperverwertung in Zwickau.
Die Feuerwehr rückt aus.
Zwölf Mann, eine Frau.
Die Straße ist drei Stunden gesperrt.
Am Zaun stehen drei Kinder
und zählen, wie oft das Blaulicht kreist.
Sie zählen bis über hundert,
dann werden sie von ihren Müttern gerufen.
Der Fahrer ist Pole.
Er steht am Straßenrand und raucht
und sagt: Alles gut, alles gut,
zu niemandem, zu allen.
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In der Gemeindehalle tagt der Bauausschuss. Es geht um die Sanierung der Leichenhalle. Es geht auch darum, wer das Angebot schreiben darf. Die Diskussion dauert zwei Stunden, und am Ende verabschiedet man eine Vertagung.
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Herr Bäumler, der Trainer,
steht auf dem Fußballplatz,
obwohl nichts zu trainieren ist.
Das Gras ist silbern,
die Tornetze hängen durch,
ein Rabe sitzt auf der Mittellinie
wie ein Schiedsrichter,
der nichts mehr zu entscheiden hat.
Bäumler zieht ein Maßband heraus.
Er misst den Elfmeterpunkt.
Er weiß, dass das Maß stimmt.
Er misst es trotzdem.
Manchmal, sagt er zu niemandem,
muss man das Vertraute nachrechnen,
damit es einem noch gehört.
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Frau Köhler hat Grippe. Zwei Tage bleibt die Raiffeisen zur alten Zeit geschlossen — um halb neun, weil die Kollegin aus Mühltroff nicht früher kommt. Niemand beschwert sich. Die