November Der Hirsch Und Die Wahl
Mitte November
fährt ein Hirsch
auf der Landesstraße nach Hof
in einen Kastenwagen.
Der Hirsch stirbt sofort,
der Fahrer überlebt,
eine Rippe gebrochen,
und der Wagen ist Schrott.
Der Förster Merz
bringt den Hirsch
auf den Hof bei Gleisner,
weil kein Kühlwagen frei ist
an einem Samstagabend.
Am Sonntag
kommen Männer aus dem Dorf
und zerlegen das Tier.
Kaltenbrunner ist einer von ihnen,
obwohl er seit Jahren
keine Axt mehr geschwungen hat.
Er sagt:
ich kann doch halten.
Er hält.
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Kowalczyk ist auch dabei. Er hat als Junge seinem Vater geholfen, in Niederschlesien. Er weiß, wie man ein Tier aufhängt, wie man die Haut löst, wie man die Klingen sauber hält. Die Männer staunen kurz. Dann arbeiten sie weiter.
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Das Fleisch
wird auf dem Hof verteilt,
jeder bekommt ein Stück,
auch der Fahrer,
der aus Bayern war
und sich am Montag noch einmal gemeldet hat
und gefragt,
ob er, wie man sagt, was davon haben könne.
Gleisner hat gesagt: ja.
Der Fahrer ist gekommen
mit Gips und Schonhaltung,
und hat sein Stück in Papier gewickelt
und gesagt: Thüringer sind Menschen.
Gleisner hat nicht gewusst, was er antworten soll.
Er hat genickt.
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In der Gemeindehalle wird der Wahlraum aufgebaut. Kommunalwahl. Zwei Urnen, vier Kabinen. Der Wahlleiter ist der Herr Hering aus dem Autohaus, der im Juli das halbe Feuerwerk bezahlt hat. Er ist stolz auf die Aufgabe. Er trägt eine Krawatte, die er