September Fussballsaison
Die Saison beginnt
am zweiten Samstag im September,
Heimspiel gegen Triebes.
Der Rasen hat sich erholt,
nicht ganz, aber genug,
und der Trainer Bäumler
geht am Morgen um sechs über den Platz,
hebt vier Steinchen auf,
wirft sie in den Eimer am Zaun,
wo er sie immer sammelt,
seit zwölf Jahren.
Er trägt das neue Trainerjackett,
das ihm die Vereinsfrauen geschenkt haben
zu seinem sechzigsten.
Es sitzt schlecht.
Er trägt es trotzdem.
Er würde keinen verletzen,
der ihm etwas schenkt.
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Kowalczyk spielt als linker Verteidiger. Er ist nicht der Schnellste, aber er ist der Ordentlichste. Bäumler sagt zu ihm vor dem Spiel: Jan, du musst heute nichts Besonderes machen. Mach das Normale gut. Kowalczyk nickt.
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Kornweilen gewinnt
mit eins zu null.
Das Tor schießt Lukas
in der fünfzigsten Minute,
ein Kopfball aus zehn Metern,
der Torwart greift daneben,
weil die Sonne ihm ins Auge sticht.
Das wird nicht protokolliert.
Was protokolliert wird:
ein zu null.
Auf der Tribüne sitzen
die Üblichen:
der Bürgermeister,
der Bäcker,
zwei Männer aus der Dorfkneipe,
und, zum ersten Mal,
Frau Köhler, die extra früh gekommen ist.
Sie versteht vom Fußball nichts.
Sie sieht Kowalczyk nach,
wenn er einen Ball abfängt.
Sie klatscht leise,
eine Sekunde später als die anderen,
wie jemand, der die Sprache noch lernt.
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Im Vereinsheim nach dem Spiel wird getrunken. Bäumler gibt eine Runde aus, das