Juli Feuerwerk Und Die Feuerwehr
Zum Sommerfest am ersten Samstag
im Juli
wird ein Feuerwerk angekündigt,
klein, fünfzehn Minuten,
bezahlt vom Schützenverein
und dem Autohaus Hering aus Greiz.
Die Feuerwehr
hat den Bolzplatz abgesperrt,
und ab zehn Uhr abends
sammeln sich die Leute
am Rand der Absperrung
mit Plastikbechern und dem Bier vom Fest.
Der Himmel ist klar.
Es hat seit zehn Tagen nicht geregnet.
Das weiß der Kommandant.
Der Kommandant heißt Ritter
und ist von Haus aus Installateur.
Er hat den Eimer Wasser bereitgestellt,
er hat die Schlauchrollen aufgebaut,
er hat gebetet, ohne zu beten.
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Um fünf nach zehn zünden sie die erste Rakete. Sie steigt und explodiert zu hoch, das Licht ist weiß, kühl, fast enttäuschend. Die Kinder ahnen noch nichts. Die Kinder klatschen.
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Der Funken, der das Feld entzündet,
ist nicht die große Feuerblume,
sondern ein Bodenkracher,
eine dreißig Zentimeter lange Röhre,
die nicht wie geplant steigt,
sondern sich quer legt
und in das trockene Gras schießt
am Rande des Bolzplatzes.
Zuerst sieht es keiner.
Dann sehen es alle.
Ein roter Saum
breitet sich aus über das Gras,
langsam, wie Wein auf einer Tischdecke,
und Kommandant Ritter
ruft nur ein Wort:
Los.
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Die Feuerwehr läuft. Zwölf Mann, eine Frau, das zweite Mal in diesem Jahr, dass sie so schnell laufen müssen. Die Schläuche sind da. Das Wasser ist da. Das Feuer ist schneller als das Wasser, aber nicht viel