April Das Schulspiel
Im April wird in der Grundschule
das Osterspiel aufgeführt.
Die Aula ist die Turnhalle,
die Bühne ist das Podest der Bockspringer,
der Vorhang ist ein Bettlaken,
an zwei Haken gespannt.
Das Stück handelt
von einem Bauern und einem Hasen,
und der Hase hat einen Brief
mit der Nachricht des Frühlings,
und der Bauer liest den Brief nicht,
weil er nicht lesen kann,
und der Hase liest ihn vor
und der Bauer sagt: Ach so.
Das Publikum lacht.
Es lacht zu früh,
an einer Stelle, die nicht komisch ist.
Die Lehrerin Frau Bienert
lässt das durchgehen.
Sie hat das Klatschen geübt,
aber nicht das Lachen.
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In der ersten Reihe sitzen die Eltern. Elke sitzt in der letzten Reihe, obwohl sie kein Kind mehr hat. Sie ist mit der Nachbarin gekommen, deren Enkel den Hasen spielt.
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Der Hase hat rote Backen
und einen Pappschwanz,
den jemand mit Watte beklebt hat.
Er heißt im Leben Jonas
und ist acht Jahre alt.
Er hat Tobias gekannt,
den Soldaten,
gar nicht gekannt,
denn Tobias war neunzehn,
als Jonas zwei war,
aber die Großmutter
hat Jonas erzählt von ihm,
wie sie allen Kindern erzählt,
was in der Stadt nicht vergessen werden darf.
Jonas spricht seinen Text laut,
viel zu laut,
weil er Angst hat.
Seine Stimme bricht an einer Stelle,
wie eine kleine Glasscheibe.
Elke hört das.
Elke hat gewusst,
dass Stimmen brechen,
sie wusste es nur nicht mehr so frisch,
und jetzt weiß sie es wieder,
und es