Erstes Kapitel
Meine Geburt, meine Eltern und Familienansprüche. – Es zeigt sich, das ich ein jüngerer Sohn bin: ein Umstand, dem jedoch durch einen unglücklichen Zufall abgeholfen wird. Kaum werde ich durch meinen Vater in die ersten Elemente der Wissenschaft eingeweiht, als sich die Elemente gegen mich verschwören und mich zur Waise machen. Ich ward auf dem Wasser geboren, geneigter Leser – nicht auf dem salzigen, ergrimmten Ocean, sondern auf dem süßen, rasch dahin fluthenden Strome. Auf einer Art Schwimmküste, genannt Lichter, und auf der Temse war es, wo ich bei niedrigem Wasserstande zum ersten Male den Geruch von Schlamm in mich sog. Mein Vater, meine Mutter und des Lesers gehorsamer Diener bildeten die Mannschaft (ein Ausdruck, der etwas prahlerisch erscheinen könnte, wenn ich nicht das Recht der Kindschaft in Anspruch nähme). Mein Vater hatte die ausschließliche Leitung; er war Monarch auf dem Verdecke; meine Mutter natürlich die Königin, und ich der muthmaßliche Thronerbe. Bevor ich ein Wort von mir selbst rede, bitte ich um die Erlaubniß, eine gewissenhafte Beschreibung von meinen Eltern zu geben. Zuerst will ich ein Gemälde von meiner königlichen Mutter entwerfen. Die Tradition erzählt, daß nie eine leichtere Gestalt und ein leichterer Fuß über die Planken des Lichters hintanzte, als sie zum ersten Male an Bord kam; aber so weit mein Gedächtniß reicht, war sie immer eine dicke und