Chapter

Erstes Kapitel. Die Schwedenschanze.

Non semper in medias res.0 Die Sonne wirft den scharfen Strahl auf die Gipfel der Berge und in die Täler, sie leuchtet so hell auf das Dächermeer der Städte, als auf die bemoosten Hütten der Dörfer. Ueberall schafft sie Bilder, aus was Stoff ihr entgegenkommt, und sie fragt nicht nach Vornehmheit und Schönheit, ob sie die Firnen der Alpen anglüht, oder ihren Abendhauch in den Hagedorn sprenkelt, da auf dem einsamen Rain, wo nur die Mücken wirbelnde Kreise durch die goldene Glut ziehen. Unsere Kunst tut es nicht gleich der großen Gleichmacherin. Was sie sich auch müht, die Wahrheit in den Winkeln und Ecken zu finden, sie sucht doch immer nach dem, was sich auszeichnet, auch unter Lumpen nach den buntesten. Und unsere allergrößte Kunst, die Geschichtsschreibung – denn was wären wir ohne sie? ein Strom, aus dem Luftblasen auftauchen, um wieder darin zu vergehen – auch sie, wenn sie ihr klarstes Licht in die Dinge und ihre Bewegungen senkt, beleuchtet nur das, was sich hervortat. Es ist eitle Arbeit, wenn sie von den Königen und Helden sich abwenden will, um nur das Volk zu schildern; wie tief und tiefer sie in die Schichten und Kreise dringt, sie konterfeit nur die, welche auch da Führer und Fürsten waren. Die Geschichte geht wie ein großes Heer auf der Heerstraße fort, und in das Land daneben schickt sie nur Streifzüge, je wie die Gelegenheit es gibt, zum Auskundschaften und

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