Kurze Einleitung
Kurze Einleitung, welche die Ursachen der Geringschätzung der Erzgebirgischen Gegenden und die Absicht dieser Schrift angiebt. Es waren die schönsten, die glücklichsten Tage meines Lebens, wo ich mit einem Herzen voll Unschuld und Frohsinn, wo ich noch voll seliger Ruhe die Berge der theuern Heimath erstieg, auf ihren Höhen weilte, durch jene traulich stillen Thäler irrte, – wo ich das Erzgebirge durchwanderte. Sie sind nicht mehr, die glücklichen Tage! – Wie durch graue Wetter das goldene Abendgewölk lächelnd dahin schwebt: so lächelt mir rosig die Vergangenheit durch die Risse ewiger Ungewitter; – ich starre kindisch froh das liebliche Gebild an, ich sehe sie wieder, die wonneseligen Tage meiner Knabenzeit, sehe wieder die frohen Spiele der Unschuld auf beblümter Wiese, – dort steht mit ihrem Schatten die alte, weitästige Buche; dort lehnt sich am bebuschten Hügel der ernste Fels empor, ihn umklettern weidende Ziegen, – dort rinnt im grünen Moose der silberne Quell. O! daß sie leider nicht mehr sind, jene glücklichen Tage! – – Doch immer denke ich an dich, theures, liebes Erzgebirge! Ich fühle mich getröstet, eine neue Sonne geht mir auf. Darum habe ich beschlossen, dich und deine Schönheiten gefühlvollen Naturfreunden zu schildern, für diese Provinz Sachsens Aufmerksamkeit erregen, die sie nicht minder als die Gegend bei Schandau verdient; denn auch hier sind heilende Bäder