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LI. Der Jardin du Roi

Der Jardin du Roi, der, glaube ich, zur Zeit der Revolution den Namen Jardin des Plantes angenommen hat, war damals viel weniger besucht, als er es in unseren Tagen ist. Einmal hatte Paris ein Drittel Einwohner weniger, was schon ein Grund wäre, daß sich ein Drittel Spaziergänger weniger eingefunden hätte. Sodann waren die Thiere minder zahlreich und zogen folglich nicht die Aufmerksamkeit an wie heute. Vielleicht gab es auch, wie heute, einen Bären Namens Martin, der Kuchen und das Gnadenbrod fraß: es hat zu jeder Zeit einen Bären Namens Martin gegeben. Aber es gab nicht die prächtige Sammlung von Hyänen und Schakals, welche wir unserer Eroberung in Africa verdanken, und die durch ihre interessanten Varietäten nicht nur alle Varietäten der anderen Arten, sondern sogar alle anderen Arten selbst zu ersetzen droht. Es war auch nicht die poetische, schmachtende, melancholische Giraffe da, deren Tod, obgleich er sich vor mehreren Jahren ereignet hat, noch ein frischer Schmerz für die Stammgäste vom Jardin du Roi unserer Tage ist. Sie war nicht nur nicht da, sondern die Gelehrten, diese großen Leugner aller Dinge, leugneten die Giraffe und setzten den Kameloparden unter die Zahl der fabelhaften Thiere von Herodot und Plinius, wie den Greif, das Einhorn und den Basilisk. Es fanden sich weniger Neugierige, Besucher und Spaziergänger im Jardin du Roi von jener Zeit ein, als man im

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