Erste Szene
Indipohdi Dramatische Dichtung Die Handlung vollzieht sich auf einer entlegenen Insel im Ozean. Ruinen eines mächtigen, vielleicht toltekischen Palastes auf einer Insel im Ozean. Große Landschaft, von dem Schneegipfel eines Vulkans überragt. Die Ruinen umgibt beinahe tropische Vegetation. Das Meer, einen Golf bildend, ist sichtbar. Die Ruinenansicht ähnlich dem Mayapalaste von Mitla. Breite und hohe Stufen führen zu drei quadratisch ausgeschnittenen Eingängen. Es ist voller Tag, brütende Sonne. Auf den Stufen sitzen zwei indianische Priesterknaben, geflochtene blauschwarze Zöpfe ums Haupt: Huemac und Matzatzin. Huemac. Sie treiben's heute lange, Matzatzin. Was will dein Meister bei dem großen Magus? Matzatzin. Wüßt' ich's! Es kann des Opfers wegen sein. Das Volk drängt sehr, es wiederum zu halten. Huemac. Nie wird der Magus widerrufen das Verbot des Jünglingsopfers. Matzatzin. Niemals, sagst du? Huemac. Ich sagte: niemals! Matzatzin. Wenn das dumpfe Rollen im innern Erdreich sich nicht legt, der Berg nur immer dichteres Gewölk hervorstößt und so des goldnen Himmelsvaters Zorn durch deutlichere Zeichen stets verrät, wird man auch dann nicht ihn versöhnen dürfen? Huemac. Mein Magus selbst versöhnt ihn, der sein Sohn ist. Matzatzin. Du glaubst an seine Macht und seine Herkunft? Huemac. Fragst du, der Oro seinen Meister nennt? – Und Oro liegt dem weißen Mann zu Füßen. Hüte dich,