Vorwort
Verlegt bei Eugen Diederichs in Jena 1915 Erstes bis drittes Tausend Dem Andenken des guten und getreuen Christen, der im Sonntagsrock, die Bibel im Arm und mit einem kleinen Strauß Maiblumen, die Reise antrat zu seinem Seligmacher, gewidmet von seinem Sohn. Desgleichen gewidmet dem andern Vater, dem Maler Wilhelm Steinhausen, in dessen Werkstatt auf der alten Burg im Hunsrück die Niederschrift begonnen wurde. Der Krieg hat das Erscheinen dieses Buches verzögert. Nun beginnt es seinen Weg im Zwielicht einer aufs tiefste erregenden Tageszeit. Zu den Folgen des blutigen Streites, den wir plötzlich um unseres deutschen Daseins willen führen müssen, gehört für uns, in denen das Herz Europas schlägt, die Herstellung eines innigen Verhältnisses zum Morgenland. Es ist eine Wiederherstellung; der Traum der Staufer in einem jugendlich verwandelten Geschlecht. Einst soll aus den reifen Kräften des Westens das uralte Asien, das Mutterland, den Glanz seiner Größe, seiner Schönheit, seiner Geistesmacht erneuen. Für uns Europäer ist die gewaltige Landscholle, deren boräische Halbinsel wir bewohnen, die Heimat alles geistigen Lichts, aller Versenkung in das Geheimnis unseres Wohnens hier auf Erden, die Landschaft der Länder. Palästina ist von ihr ein kleiner Teil. Aber diesem schmalen und kurzen Boden zwischen Wüste und Meer sind wir besonders nah durch die Wurzeln des Glaubens und durch sein