Der verzweifelte Kassierer
Barton Clarks erster Gedanke war der Revolver in der Schreibtischschublade. Das war der eine Ausweg – der schnellste und vielleicht der einzig sichere, um sich den Folgen des Leichtsinns zu entziehen. Er könnte ja auch Cudworth alles gestehen und um Nachsicht bitten. Aber er wußte im voraus, daß es nutzlos sei. Cudworth, schlau wie ein Fuchs und erbarmungslos wie ein Wolf, war zwar für seine Person ohne jede Skrupel, aber unerbittlich gegen die Schwächen anderer. Er hätte sich auch wie ein Dieb, der er war, aus dem Staub machen können, aber diese Möglichkeit kam ihm seltsamerweise gar nicht in den Sinn. Er verließ den Kurstelegraphen, dessen Papierstreifen seine verkrampfte Hand zerrissen hatte, als er durch den hoffnungslosen Kurssturz von Atlantis Oil seine gestohlenen tausend Dollar im Abgrund verschwinden sah. Voll Angst, anderen Angestellten könne seine Verwirrung auffallen, zog er sich eilig zurück in den Verschlag, wo sich sein Schreibtisch und das Schalterfenster befanden. Clark war Kassierer bei Cudworth & Co. Er riß die Schreibtischschublade auf und tastete unter den Papieren nach dem Revolver. Er wußte selbst nicht, ob die Waffe geladen war; sein Vorgänger hatte sie zurückgelassen, und Clark untersuchte sie jetzt zum erstenmal. Seine Hand zitterte ein wenig, als er das Magazin prüfte. Ja, der Revolver war schußbereit mit sechs Kugeln. Eine genügte. Er ließ die Waffe