Ein umständlicher Anfang
Ein umständlicher Anfang. – Verkäufliche und unverkäufliche Bilder. – Personen werden genannt, und man ist mit ihnen wenig zufrieden. Eine große Gemäldeausstellung in der Reichshauptstadt. In einem schmucklosen Gebäude, auf ödem Platze, Saal an Saal, hängen dichtgedrängt die Werke von Künstlern aus aller Herren Ländern. Seit kurzer Zeit erst ist die Ausstellung eröffnet, und bei unerfreulich regnerischem Wetter strömt allerlei Volk ein und aus; Kunstkenner, Enthusiasten und harmlos Neugierige. Lange Droschkenreihen stehen vor dem Tore, und lange Droschkenreihen fahren an und ab. Den trübseligen Pferden läuft das Wasser aus den Flanelldecken, die über sie gebreitet sind, und den Kutschern sickert es in die weiten blauen Mäntel ein. Alles ist regenglänzend und tropfend. Die Besucher, die von draußen in das Reich der Kunst eintreten, schütteln die Nässe, so gut es geht, von Schirm und Kleidern, und die nach vollendetem Genuß wieder herauskommen, sehen verdutzt drein; in ihren Köpfen wirbelt es von Effekten von Mondlandschaften, Sonnenglut, Waldesinnern, traulichen Ecken, pathetischen, farbenstrahlenden Vorgängen, von allerlei Familienszenen unter Dach und Fach, als Mutterliebe, des Kindes erster Schritt, Hochzeitsmorgen, Hochzeitsgäste, der treue Freund, Zecher usw. Es schwirren ihnen die Sinne vom Anblick historischer Gemälde aus allen Zeiten und Zonen, von ägyptischen,