Zweiter Teil
Eines Abends im November schlenderte Jolly Forsyte die High Street in Oxford hinunter; Val Dartie schlenderte sie hinauf. Jolly hatte sich nach dem Rudern eben umgekleidet und war auf dem Wege zu seinem Klub, in den er kürzlich gewählt worden war. Val hatte den Reitanzug eben mit einem andern vertauscht und war auf dem Wege zu etwas weniger Harmlosem – einem Buchmacher in Cornmarket. »Hallo!« sagte Jolly. »Hallo!« erwiderte Val. Die Vettern waren einander nur zweimal begegnet, Jolly, der schon im zweiten Jahrgang war, hatte den Neuankömmling zum Frühstück eingeladen, und gestern abend hatten sie sich unter einigermaßen fremdartigen Umständen wiedergesehen. Über einem Schneider in Cornmarket wohnte einer jener bevorzugten jungen Leute, die als Minderjährige ein großes Erbe besitzen, deren Eltern tot, deren Vormünder weit entfernt und deren Instinkte lasterhaft sind. Mit neunzehn Jahren hatte er eine Laufbahn begonnen, die gewöhnlichen Sterblichen, für die ein einmaliger Bankerott so gut wie ein Fest ist, so anziehend und unbegreiflich erscheint. Er war berühmt als Besitzer des einzigen Roulettetisches, der damals in Oxford zu finden war, und brachte sogar das Geld, das er zu erwarten hatte, verblüffend rasch durch. Er stach selbst Crum vollständig aus, obwohl er ein robuster Typus war, dem die faszinierende Lässigkeit des andern fehlte. Dort zum Roulettespiel eingeführt zu