Chapter

In der Prärie verirrt

Es war im Jahre 1832. Texas war damals noch fast gar nicht besiedelt. Weite, fruchtbare Landstrecken lagen unbebaut da. Die Regierung wünschte sehr, daß Texas kolonisiert werde; daher begünstigte sie die Einwanderung auf jede Weise. Für ein Spottgeld konnte man große Güter erwerben. Da beschloß ich, nach Texas zu gehen und mich dort niederzulassen. Von der New Yorker Texas-Landkompanie erwarb ich für tausend Dollar einen sogenannten Texas-Landstrip, wonach ich berechtigt sein sollte, mir innerhalb des Gebietes der Texas-Landkompanie eine Strecke von nicht mehr noch weniger denn zehntausend Acker Landes auszusuchen, sie eigentümlich in Besitz zu nehmen, mich darauf niederzulassen, kurz, alle und jede Befugnis eines Eigentümers auszuüben, bloß unter der einzigen Bedingung, daß ich bei der Auswahl meiner zehntausend Acker nicht früheren Rechten in den Weg trete. Mit einem Freunde, der eine gleiche Anzahl Acker auf dem Papier besaß, schiffte ich mich nach dem vielbelobten Lande ein. Wir gingen in Baltimore an Bord des schnellsegelnden Schoners The Catcher und kamen nach einer dreiwöchigen Fahrt glücklich in Galvestonbai an. Eine unübersehbare, hundert oder mehr Meilen hinlaufende Ebene lag vor unsern Augen; diese Ebene hatte auch nicht die mindeste Erhöhung oder Senkung; sie war mit den zartesten, feinsten Gräsern überwachsen, von jedem Hauch der Seebrise gefächelt, in Wellen

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