Erstes Kapitel
Die englische Landschaft, welche Weldon Stukely im bequemem Einspänner durchflog, schien ihm die schönste, die er je gesehen, und doch hatte sein Fuß Stätten betreten, welche mit allen Reizen der Natur verschwenderisch ausgestattet waren. Die Alte Welt, die Wiege der Civilisation, der Religion, der Sprache, der Künste und Wissenschaften, war ihm ebenso bekannt und vertraut, wie der vielbesungene Orient, und was Italien und Griechenland an Schätzen der Antike besitzen, hatte er mit entzücktem Blick erschaut. Er hatte den Himalaya erklommen, ehrfurchtsvoll den schneebedeckten, unersteiglichen Gipfel des Mount Everest angestaunt und im Rauschen des Urwalds die Größe des Schöpfers erkannt. Und während er jetzt über grüne Rasenflächen dahinrollte und liebliche Dörfer im Kranze schattiger Wälder vor sich liegen sah, versanken all die glänzenden, farbenprächtigen Bilder der Tropen vor seinem inneren Auge, und der Zauber der Heimat wob seinen verklärenden Schimmer um das bescheidene Landschaftsbild und ließ es in sonnigem Glanze erstrahlen. "Gott segne England für und für", murmelte Oberst Stukely vor sich hin und seine Augen wurden feucht. Jetzt bog der Wagen in einen wohlgepflegten Parkweg ein; am Thor stand eine behäbige Matrone und knickste lächelnd, als sie des Reisenden ansichtig ward. "Nun, Mrs. Drabble, wie geht's?" rief ihr der Oberst freundlich zu; "Sie sind entschieden