Chapter

I.

»Da, da – seh'n Sie doch nur! Ganz deutlich – ein hellerer kreisförmiger Schimmer – mitten auf der Platte!« In höchster Erregung stiess es Professor Berndt hervor, und er, sonst stets der Mann von so fein gemessenem Wesen, packte, fortgerissen von seinen aufwogenden Empfindungen, mit hartem Griff den Arm seines Mitarbeiters, um diesen näher an den Experimentiertisch heranzuziehen, auf den beider Augen in grösster Spannung gerichtet waren. Dr. Hellmrich blickte angestrengt auf die kleine, trüb gelb-grau gefärbte Platte, die da vor ihnen auf dem Tisch lag, und auf die ein gleissender, scharf umgrenzter Strahl eines hellgrün fluoreszierenden Lichts aus dem Tubus eines danebenstehenden Bestrahlungsapparates fiel – die einzige Lichtquelle in dem sonst völlig dunklen Laboratorium. Bald eine Stunde standen sie schon so, nur dann und wann die Intensität des Lichts ändernd, fast wortlos, oft selbst den Atem anhaltend in höchster Spannung, auf das Objekt ihrer Untersuchungen starrend, der jahrelangen, unausgesetzten Untersuchungen, die jetzt plötzlich ihrem erfolgreichen Ende zugeführt schienen. Hellmrich schmerzten schon die Augen von dem unverwandten Hinspähen immer auf denselben Punkt. Ein paar Mal hatte es dem Professor schon so geschienen, als ob da eine Lichtwirkung an dem Belag der Platte wahrzunehmen sei, aber immer wieder schien es nur eine Täuschung gewesen zu sein. Hellmrich

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