I.
Wo Pantegan mit einem düsteren Schicksal zusammen weitab von jedem Ehrgeiz wohnt, unter den Händlern und Huren in einem Winkel der alten Stadt, hat der Mord eine Gasse geschminkt. Scheinbar verdrießlich grinst Pantegan ein schmutziges Gegenüber an, fahle Wände mit verhangenen Fenstern. Geht ein Mensch vorüber, ein betrübter Hausgenosse oder ein neugieriges Weib, läßt er seinen Leib weit über die Fensterbrüstung hinübergleiten und nickt freundschaftlich. Er trägt das Amulett der Ehre, ein silbernes Kreuz auf der Brust. Etwas Davongejagtes ist wohl in seinem Gesicht, aber das Bewußtsein vergangener Macht hält ihn gerade, wenn er in diesen Gedanken auf und ab geht. Oft betont er, ein braver Beamter stürbe nicht ohne das Kreuz, und es fänden sich die Augen der Vorübergehenden nicht so leicht hinauf zu ihm, hätte er das Kreuz nicht. Viele wissen von ihm, manche kennen ihn; er ist zu vielseitig, denken sie, und deshalb können sie ihn nicht ganz lieben. Aber er sündigt doch für sie und sich, immer noch im Zeichen dieses Kreuzes, und das macht sie gläubig. Spät erst kommt der Tag, schiebt die Nebel zurück und legt breites, blasses Licht in die Spalten zwischen ihnen. Flüchtige Lichtschauer schüttet er aus über das blanke Blech vor den Fenstern und das verwahrloste Pflaster. Plötzlich steht alles da, was der Nebel verwahrt hatte, wie aus dem Kehricht der Gasse heben sich die Gestalten