Chapter

Die Anwerbung

Der. . . . ner Friede war geschlossen, doch war das Verhältniß der beiden Höfe so gespannt, daß man durch ein politisches Fernrohr ohne viele Mühe die schwarzen Wolken gewahren konnte, die sich am Horizonte aufthürmten. Die Zurüstungen wurden mit Eifer betrieben, und alle Anzeigen waren da, daß der Wiederausbruch des Krieges nicht so gar fern sein könne. In dieser Zeit war es, wo in dem Gasthause »zum schwarzen Bocke, « eines norddeutschen Städtchens, ein wüstes Treiben herrschte, trotz der späten Stunde, welche die übrigen Bewohner schon in tiefe Ruhe gewiegt hatte. Oben an der großen, eichenen Wirthstafel saß ein. . . . scher Werbeoffizier und blies dicke Dampfwolken unter seinem starken Schnauzbart hervor. Beide Unterarme hatte er bequem auf den Tisch gelehnt, so daß er mit den Fäusten den braunen Meerschaumkopf hielt. Ein Krug Dickbier und ein tüchtiger Rum standen vor ihm. Mit beiden geliebten Flüssigkeiten benetzte er wechselsweise seine durstige Kehle so häufig, daß seine lange, hagere Gestalt allgemach anfing, sich gemüthlich zu wiegen; doch behielt er, vermöge der langen Praxis in solchen Genüssen, noch so die Besinnung, durch den halben Rausch hindurch mit seinen verschmitzten Augen seine Umgebung genau zu beobachten. Weiter unten an demselben Tische saß ein Haufe Spieler, unter denen ein unbefangener Beobachter die Helfershelfer des Werbers bald erkennen konnte. Vor

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