Erster Teil
Es ist der zweite vom Fenster, der in dem zerknüllten Anzug: wer würde so was für einen Amerikaner halten? Was fällt Ihnen ein, Amerikaner fahren doch nicht im Personenzug: im Schnellzug fahren sie, und auch das scheint ihnen noch zu wenig, ja, in Amerika, dort gibt es ganz andere Züge, viel längere Waggons und so ein weißer waiter bietet dort Eiswasser und Ice-creams an, verstanden? Hallo, boy, gröhlt so'n Amerikaner, schaff Bier her, eine Runde Bier, für jeden im Wagen ein Glas, und wenn's meinethalb fünf Dollars kostet, damn! Ja, Leute, in Amerika, das ist ein Leben, was soll ich viel erzählen! Der zweite vom Fenster döst mit offenem Mund, schwitzend vor Ermüdung, und sein Kopf baumelt wie leblos hin und her. Ach Gott, ach Gott, das sind nun schon elf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn Tage; fünfzehn Tage und Nächte auf dem Koffer versitzen, auf dem Fußboden schlafen oder auf einer Bank, schweißklebrig und starr wie ein Klotz, betäubt vom Lärm der Maschinen; schon der fünfzehnte Tag; wenn ich wenigstens die Beine ausstrecken könnte, Heu unterm Kopf, und schlafen, schlafen, schlafen . . . Die dicke Jüdin beim Fenster drückt sich angewidert in die Ecke. Das hat gerade noch gefehlt; schläft noch obendrein ein und wälzt sich auf mich wie ein Sack; weiß man denn, was für einer das ist – sieht aus, als hätte er sich in den Kleidern auf der Erde oder sonstwo herumgewälzt; du scheinst