Erstes Kapitel
Einst war er sehr häufig auf den Gefilden Neuseelands anzutreffen, jetzt ist er erloschen. Den letzten, dessen man habhaft wurde, hat man ausgestopft und schätzt ihn als eine große Seltenheit; und wie ihn, den Vogel Kiwi – den letzten Vogel Kiwi –, sollte man eigentlich auch den letzten Konrektor ausstopfen und als etwas nie Wiederkommendes verehren. Was wir an gutem Willen dazu zu bieten haben, geben wir gern her; vielleicht liefern andere nachher das Stroh, den Draht und den Kampfer – letzteren gegen die Motten; denn was die Grillen anbetrifft, so wünschen wir dieselbigen uns selber zur Ausrottung vorzubehalten. Wir wünschen eine vergnügliche Geschichte zu schreiben, und wenn wir jemandem das schuldig sind, so ist unser alter Herr, der letzte Konrektor, der Mann. Er ist immer gegen das Lügen gewesen, wenn's ihm heulend vorgetragen wurde; eine gute Schnurre dagegen wußte er schon selber mit Behagen ungemein glaubwürdig zu machen. Über das, was ihm aufgebunden wurde, hielt er selbstverständlich nicht Buch; doch sollen heimtückischerund frivolerweise andere Leute dann und wann Buch darüber gehalten haben, seine Kollegen zum Exempel, nicht bloß seine Schüler. Wenn wir nun den höchsten Berg der Gegend – wenig mehr als achtzehnhundert Fuß über das Meer sich erhebend – besteigen, so begreifen wir mit einem Rundblick nicht nur den Horizont, sondern auch die Grenzlinie, über die er,