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Lyrische Gedichte

Sommer Ihr singt von schönen Frühlingstagen, Von Blütenduft und Sonnenschein, Ich will nichts nach dem Frühling fragen, Nein Sommer, Sommer muss es sein. Wo alles drängt und sich bereitet Auf einen goldnen Erntetag, Wo jede Frucht sich schwellt und weitet Und schenkt, was Süßes in ihr lag. Auch ich bin eine herbe, harte, Bin eine Frucht, die langsam reift. O Glut des Sommers, komm! Ich warte, Dass mich dein heißer Atem streift. Der Parkteich Ein stiller Teich träumt im verlassnen Park, Von sonnendunklem Laub dicht überschattet. Nur manchmal, wenn der Wind heftiger rauscht, Huscht ein verlorner Lichtstrahl übers Wasser, Und zittert ein erschrockenes Wellchen auf Und hastet ängstlich in das Uferkraut. Einsamer Weg führt um den stillen Teich, Gleich ihm von hängenden Zweigen überdämmert. Halbausgelöschte Spuren sind im Weg Vom Regen halb verwaschen und vom Wind Sacht überstäubt. Von wem erzählen sie? Mir ist, als müsste diese große Stille Ein Mädchenlachen plötzlich unterbrechen, Aus ihrem grünen Traum aufstören. Wenn der Wind Das Laub ein wenig hebt, und in dem Spiegel Des dunklen Teichs ein Licht aufblitzt, gedenk ich Eines tieflieben, jungen Augenpaares, Das ich aus einem stillen Mädchentraum Manchmal aufleuchten sehe, und ich meine, Es hätte hier wohl einmal vor dem Bild Parkstillen Friedens lieblich sich erhellt. Ein sanftes Wellchen hebt sich an das Ufer. Will es den Platz

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