Teil 3
»HAst Du es gehört?« fragte Bastian den Schildwache stehenden Kürassier. »Was?« »Was das arme Mädchen gesagt hat, daß sie hineinwollte und wenn Du sie durchbohrtest?« »Ich kenne das schon«, antwortete der Kürassier. »Possen.« »Gar keine Possen«, entgegnete Bastian, der in seiner Ungeduld auf den Schnurrbart zu beißen anfing, was bei ihm ein schlimmes Zeichen war. »Im Gegenteil, es ist wahrer Schmerz, es sind wirkliche Tränen und ein braver Soldat, Camerad, kann wohl das Blut der Männer fließen sehen, aber nicht Weiberthränen.« Der Kürassier, der in den Worten des Husaren eine leise Drohung zu hören glaubte, blinzelte und auf diese Weise wollte er zu verstehen geben, daß er durchaus nicht befriedigt sei. »Und Du glaubst,« sagte er, ich würde wegen der Weinerei deiner Landsmännin gegen das Verbot handeln und vierundzwanzig Stunden in Arrest gehen? Schönen Dank!« »Seit wann wagt man denn nicht vierundzwanzig Stunden Arrest, wenn man einem Cameraden einen Gefallen thun kann?« »Für eine Andere würde es gern geschehen, aber auch da käme es auf die Art an, wie der Camerad darum bäte.« »Warum gern für eine Andere und nicht für diese?« »Weil sie die Preußen und Russen zu gut kennt, als daß sie eine gute Französin sein könnte.« »Lieber Freund Kürassier,« sagte Bastian, daß sie eine gute Französin ist, weißt Du, sobald Dir gesagt ist, sie sei die Verlobte Ehrlichs und die Freundin