Chapter

Teil 2

Nicht als ob Vater Kleine nie in seinem Leben wegen der Faulheit Ehrlichs, wie er es nannte, in Besorgnis gewesen wäre; aber er wußte nicht gewiß, ob die Faulheit, die er dem jungen Manne zum Vorwurfe machte, wirklich vorhanden und Ehrlich nicht vielleicht binnen drei oder vier Stunden so viel arbeite, als er, Vater Kleine, an einem ganzen Tage. Er hatte gesehen, daß Ehrlich an manchen Tagen, wenn er selbst nach Villers-Cotterêts, nach Crepy und Compiègne gehen mußte, um Getreide zu verkaufen, an seiner Statt mit dem Faulen und dem Grauen auf das Feld zog, um zu ackern und am nächsten Tage fand er dann so viel getan, als sonst kaum in zwei oder drei Tagen zu Stande gebracht wird. Da hatte Vater Kleine sich schier verwundert und Ehrlich gefragt, wie er so schnell gearbeitet, Ehrlich aber weiter nichts geantwortet, als: »ich habe dem Vieh etwas gesungen und es hat tüchtig gearbeitet.« Von dieser Antwort hatte Vater Kleine nicht viel verstanden, wenn er auch lange darüber nachgedacht, endlich aber einmal Ehrlich mit sich genommen und auf dem Felde, als er den Grauen und den Faulen an den Pflug gespannt, zu dem Enkel gesagt: »Na, da singe einmal dem Viehe etwas, damit ich sehe, wie Du's anfängst.« Ehrlich hatte darauf dem Grauen und dem Faulen die Richtung gegeben, in welcher sie gehen sollten, an das Ende des Feldes in dieser Richtung einen Stab gestellt, der ihnen als Ziel diene,

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