Hexenritt
Ein Satyrspiel Zuerst erschienen: 1930. Dramatis Personae Lars Andersdal Peter Lerch Marquis Rene Seigneur de Beauvau-Craon Ein altes verhutzeltes Weib Eine altere Landfrau Ein schones Haremsmadchen Ein Tscherkesse Eine Mannerstimme Gewolbte Halle in einer schlossartigen Ruine auf einer Insel an der Ostkuste Sudschwedens. Die Hinterwand ist ausgebrochen. Man blickt - es ist eine helle Mondnacht - uber Reste eines franzosischen Parkes auf die Wasserflachen des Sundes und kleine Inseln. In der Halle, zu der ein gewolbter Treppengang aus dem oberen Stock des Hauses fuhrt, ist unter anderem ein Kartoffelhaufen, in dem ein alter Konzertflugel ohne Deckel halb versinkt. Es liegen Ackergerate umher, einige Meter geschichtetes Brennholz. Ein schwerer Kronleuchter hangt von der Decke. Man hort drei Flintenschusse. Nach einer Weile kommen Lars Andersdal und Peter Lerch durch den Garten. Lars: Schwede, hohe Erscheinung, Jager mit Flinte und Wasserstiefeln; an seiner Jagdtasche baumelt ein eben erlegtes Wasserhuhn. Lerch: touristisch ausgestattet, kleiner und burgerlicher. Lars. Ja! Ja! Hier sind wir! das ist der alte gespenstische Schutthaufen. - Das war eine Sache, sage ich Ihnen! In einer Nacht total ausgebrannt! So lange hat die Alte mit dem Satan gegokelt - und er mit ihr! und er mit ihr! -, bis es so weit gekommen ist! Aber glorios, lieber Lerch, diese Feuersbrunst, dieses Krachen in