Erster Teil
Mein Herr! Da wir nun schon längere Zeit vergeblich auf das erste Kapitel des uns kontraktlich zugesicherten Romans warten, nehmen wir uns die Freiheit, daran zu erinnern. Wir haben dem Roman schon durch die Presse wie auch anderweitig Reklame gemacht, und eine weitere Verzögerung wäre höchst unangenehm … direkt für uns, indirekt für Sie. Sobald das Kapitel eingetroffen ist, wird es uns ein Vergnügen sein, Ihnen das vereinbarte Honorar von fünfhundert Franken für die französisch-englischen Preßrechte zu übermitteln. Aber was einen Vorschuß in irgendeiner Form betrifft, so kennen Sie unsere Prinzipien. Wir erinnern noch einmal an die besonderen Vorteile, die unser Uebereinkommen für Sie hat, und zeichnen in ausgezeichneter Hochachtung für Nathan Lévys Pressesyndikat C. R. Dieser Brief war vierzehn Tage alt. Bang! Eine behaarte, fast violette Hand fiel auf einen polierten Tisch. Zweiundfünfzig Spielkarten hüpften – sechs davon auf den Boden hinab. Vor den offenen Fenstern begannen die Glocken zu dröhnen – bang! bang! bang! Es war zwölf Uhr! Für heute war die Zeit vorbei, die beste Zeit! Und noch nichts getan, nichts! Denn konnten die Worte »Die Lokomotive pfiff schrill, der Zug blieb plötzlich stehen« für etwas zahlen? Konnte man der Ansicht sein, etwas geleistet zu haben? Nein, wenn es unsicher war, warum die Lokomotive pfiff, warum der Zug plötzlich stehenblieb, wer daraus