Die Villa am Strande.
Der eingeschriebene Brief, den der Postbote am 3. August bei der ersten Bestellung meinem Freunde aushändigte, kam aus Danzig von einem Baumeister Aloysius1 Tucholski. "Danzig, den 1. August 192… Hundegasse Nr. 10. Sehr geehrter Herr Harst, Sie gestatten, daß ich Ihnen vortrage eine geschäftliche Angelegenheit, die, wie mir scheint, geeignet sein könnte für eine kriminelle Untersuchung von jener Art, wie Sie es belieben …" Als Harst, im Klubsessel halb liegend, so weit vorgelesen hatte, schaute er von dem mit Maschine geschriebenen Briefbogen auf und sagte: "Herr Aloysius Tucholski ist Pole. Der Stil verräts." Dann las er weiter: "Ich vertraue auf Ihre Diskretion, sehr geehrter Herr Harst, denn mir als dem Inhaber einer polnischen Baufirma könnten entstehen aus einer Verbreitung dieser meiner Anfrage viele Schwierigkeiten und Benachteiligungen. Im April dieses Jahres kam zu mir eine reiche amerikanische Witwe, Frau Henny Garlan, und legte mir vor die Baupläne für eine Villa, die sie wollte errichtet haben auf einem Grundstück nördlich von dem Fischerorte Adlershorst an der Danziger Bucht oben auf der Steilküste. Sie verlangte, daß würde gebaut genau nach den Zeichnungen und müßte fertig sein die Villa am 31. Juli. Ich übernahm den Auftrag, erhielt große Anzahlung und habe gemacht ein gutes Geschäft. Gestern habe ich die Villa nebst Garten schlüsselfertig Frau Henny Garlan