Chapter

Heimwärts

In dem Augenblick, als ich die Tür des Direktionszimmers hinter mir schloß, wußte ich, daß ich noch denselben Abend nach Paris reisen mußte. Es war ein großer Fehler von mir, daß ich Jensen gegenüber Schaeffers Namen genannt hatte. Sein hastiger Blick über die Brille hinweg brannte mir noch im Gesicht. Ich hatte mich nicht mehr decken können, und wir konstatierten im selben Atemzuge, daß ich mir eine Blöße gegeben, und daß ich wußte, er habe meine Blöße gesehen. Ich lächelte ihm, den ich »geschaffen« hatte, meine Verachtung ins Gesicht. Er preßte die Lippen zusammen, und wir dachten beide an jenen Dezembernachmittag vor sieben Jahren, als er zu mir ins Kontor kam und um meine Hilfe bat. Ich wußte, daß ich ihn in der Hand hatte, daß ich sein eckiges Schicksal abrunden oder ihn zum Termin in den leeren Raum hinausstoßen konnte. Er war sich dessen voll bewußt. Ich hatte meinen Kopf und den Schreibtisch voll von den Angelegenheiten der Bank, die zu Neujahr eröffnet werden sollte. Ich konnte einen Namen, eine Kreatur gebrauchen. Und da stand nun in meinem Zimmer ein Mann, der keine Wahl hatte und der mir noch dazu dankbar sein mußte. Als er den Kopf beugte und stillschweigend akzeptierte, blitzte es hinter seinen Brillengläsern auf – scharf und kalt wie Stahl. Dieses Aufblitzen sah ich jetzt zum erstenmal wieder. Das »Weißt du noch« desselben war es, das jenen Dezembertag zwischen

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