Chapter

Erstes Kapitel

In die Sterne möchte ich seinen Namen versetzen, seinen lächerlichen Namen! – So sehr liebe ich sein Angedenken, so sehr liebte ich ihn. Er hatte eine rührende, aus Erhabenheit und Lächerlichkeit gemischte Haltung, wie sie uns etwa von Schiller berichtet wurde; aber damals, als ich ihn zum ersten Male sah, da war seine schlanke Gestalt gar nicht so reck hinaus und hochgemut nach oben gebogen, wie ich ihn später kannte. Gebeugt saß er am Kamin meines lieben, alten Gastfreundes, eines Herrn von Welser: des Letzten aus dem letzten Seitenzweige jenes, früher berühmten Augsburger Geschlechtes, das ein Stück Erde beherrschte und mit den Habsburgern (ungern sogar) verschwägert war. Alarich Tusch hieß mein Freund, und das war kein ganz glücklicher Name, wirklich: sogar ein wenig lächerlich. Der alte Herr von Welser wollte ihm einen schönern geben, seinen eigenen, den alten und versterbenden; denn Alarich war sein Neffe und mehr; er war der Sohn einer Jugendliebe des Grandseigneurs, die einem Schwestersohn Welsers gegeben worden war, denn von Herrn Eberhard Welsern erwartete man sich damals noch ahnenbürtige Nachkommenschaft und ließ ihn das kleine Mädchen nicht nehmen. Herr von Welser hatte dann gar nicht mehr geheiratet; aber den kleinen Alarich sah er wie seinen eigenen Sohn an. Und so war es geblieben bis zu der Stunde, da ich, ein Freund des alten Herrn, in ein Stück

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