Einleitung
Fritz Talbot Freiherr Latour von Saint-Aubin war als junger Hauptmann kurz vor dem Krieg aus dem Grossen Generalstab zu einem Feldartillerieregiment im östlichen Deutschland versetzt worden. Niemand konnte sich dieses plötzliche Ende einer bevorzugten Karriere erklären. Talbot selbst schwieg. Sein Vater, der als verabschiedeter Generalleutnant in Baden-Baden lebte, vermochte nichts zu erfahren. Von seinem Sohn erhielt er auf seine Frage nur eine lustige Karte zur Antwort, die ihn nicht aufklärte. Eine Verwandte, die an einem kleinen Hof lebte, setzte den Generalleutnant von dem Gerücht in Kenntnis, wonach die Liebe einer hochgestellten Dame zu dem jungen Offizier und das unliebsame Aufsehen, das die Sache erregt hatte, der Grund gewesen wäre. Talbots Mutter, die Baronin Eileen Latour, die Irin war und alles Schlimme, das sich in ihrer Familie ereignete, auf englische Einflüsse zurückführte, war überzeugt, dass eine Urlaubsreise ihres Sohnes nach England, von der er erst im April 1914 zurückgekehrt war, mit seiner Versetzung im Zusammenhang stehen müsste. Der Einzige, der sich über die Sache nicht aufzuregen schien, war Talbot Latour selbst. Seine neuen Vorgesetzten erfuhren aus der Konduite des hageren schwarzhaarigen Offiziers neben vielem Lob auch, dass er ein schwieriger Untergebener sei. Er übernahm die dritte Batterie des Regiments und hatte sich bald in die neuen