Chapter

I. Am gelben Main

Julitag! … hei, das flimmerte über der Ebene bei Frankfurt, als wäre noch nie ein Tag so hell gewesen, wie dieser werden wollte. Smaragdene Landwellen, immer inmitten zweier dunkleres Grün – so lagen die Wiesen zwischen Main und Nidda. Zu der fernen »Höhe« schwang sich weiterhin das Grünen empor und schwamm sacht ins Dunkelblau der Taunusberge über. Ein einziger heller Tupfen war in diesen ruhigen Farben … dort schimmerte die »Goldgrube«. Das sah aus, als stünde ein Recke mitten in den Wäldern, riesenhaft und den güldenen Harnisch gen Frankfurt zugekehrt. Im Westen blitzte es und sprühte, nur ganz fein und hier und da einmal; ein kaum merkliches Aufgrellen. Dort spiegelte die noch tief östlich stehende Sonne in den Fenstern der Cronberger Burg. Und kam das Geglitzer ein wenig höher, weiter hinten zum Vorschein, dann hatte sich das Morgenlicht in des felsenhoch erbauten Falkensteins Gucklöchern gefangen. Auf dem Plan vor der Bockenheimer Pforte hatte der Geschützmeister Hanns Grysen Horne das größte »Stück« der Stadt Frankfurt auffahren lassen. Hier übte er nebst seinen Leuten das Laden, Zielen und Richten, das Wenden und Vorwärtsschieben und – für alle Fälle – auch einen eiligen Rückzug mit der »brummenden Kathrine«. Jetzt aber dräute das Riesengeschütz mit weit offenem Maule nach dem Taunus hin … wie eine wilde Drohung denen dort, die von Sattel und Stegreif lebten, manchmal

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.