Hans Wurst und der Riese
Hans Wurst und der Riese Ein automobiles Märchen Der Riese Rumbo konnte die Menschen nicht leiden: konnte sie durchaus nicht leiden, weil sie neben ihm so lächerlich klein erschienen, aber doch klüger waren als er, und weil es ihm, von wegen seiner unmässigen Größe und Ungeschlachtheit, nicht möglich war, mit ihnen zusammen zu wohnen. Wollte er das denn? Oh ja: denn er spielte leidenschaftlich gerne Skat. Wie hätte er aber mit jemandem Skat spielen oder sonst etwas Vertrauliches treiben sollen, da er so groß war, daß er selbst die größten Häuser der benachbarten Residenzstadt nicht einmal zu Leibstühlen benützen konnte, weil sie dazu zu niedrig gewesen wären? Daraus mag man sich ungefähr ein Bild machen, wie über alle Maßstäbe und Begriffe ausgedehnt dieser Kerl war. Mein Onkel, der doch auch ein Mann von gutem Gardemasse und überdies Pfarrer, also gewöhnt war, seinen Blick immer aufs Höchste zu richten, hat mir mehr als einmal beteuert, daß Rumbo alle seine Begriffe von Länge und Breite übertroffen habe Übrigens ist es dieser mein Onkel, der mir die Rumbo-Geschichte erzählt hat, was zu bemerken ich nicht ermangeln will, weil man sonst denken könnte, sie hätte keine Moral. Die Wahrheit ist, daß sie mehr Moral hat, als selbst der aufmerksamste Zuhörer beim ersten Male merken kann. Man muß sie sich also ein paarmal erzählen lassen. Es verlohnt sich. Ich selbst habe sie sehr oft