Chapter

Hans Pfaals wunderbare Reiseabentheuer

Auf dem großen Börsenplatz der sehr ehrenfesten und reichen Stadt Rotterdam war eine zahlreiche Menschenmenge versammelt. Der Tag war für die Jahreszeit ungewöhnlich warm. Kaum regte sich ein Lüftchen und die Menge nahm es daher nicht übel, von Zeit zu Zeit durch kurz andauernde, freundliche Regenschauer besprengt zu werden, welche aus den großen, weißen Wolkenmassen herabfielen, die in reichlicher Anzahl über das blaue Himmelsgewölbe verstreut waren. Dem ungeachtet ward nach Mittag eine leichte, aber bemerkbare Bewegung in der Versammlung sichtbar; das Geschwätz von zehntausend Zungen folgte und einen Augenblick später waren zehntausend Gesichter aufwärts gen Himmel gerichtet, zehntausend Thonpfeifen wurden gleichzeitig aus den Winkeln von zwanzigtausend Lippen herabgenommen und ein Geschrei, das nur mit dem Donnergebrause des Niagara verglichen werden kann, ertönte lange, laut und wüthend durch die ganze Stadt Rotterdam und ihre sämtlichen Umgebungen. Die Ursache dieses wirren Getöses wurde bald genügend klar. Aus einer gewaltigen Lage der scharf begrenzten, bereits erwähnten Wolkenmassen senkte sich langsam in einen offenen, blauen Raum, ein seltsames, fremdartiges, aber anscheinend festes Ding herab, das so sonderbar geformt, so launisch zusammengesetzt war, wie man nie und nirgends gesehen hatte, ein Ding, das von der Masse der handfesten Bürger, die mit offenem Munde

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